THOMAS GOES – Die Linke

Ich als Oberbürgermeisterkandidat und wir als Partei Die Linke sehen in Bürgerenergiegenossenschaften wie der Ihren einen wichtigen Akteur der lokalen Energiewende. Ihr Ansatz, den Ausbau erneuerbarer Energien mit konkreten Projekten vor Ort zu verbinden und gleichzeitig Bürgerinnen und Bürger direkt finanziell und organisatorisch zu beteiligen, trägt wesentlich zu Akzeptanz, Transparenz und regionaler Wertschöpfung bei.

Die Energiewende ist aus meiner und unserer Sicht eine der zentralen, wenn nicht sogar kritischen, Herausforderungen der kommenden Jahre. Ihr Erfolg wird entscheidend davon abhängen, ob es gelingt, sie nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich breit zu verankern. Modelle wie die BürgerEnergie Göttingen zeigen, wie dies gelingen kann: durch Mitbestimmung, lokale Investitionen und eine dezentrale Organisation der Energieversorgung.

Vor diesem Hintergrund befürworte ich und befürworten wir grundsätzlich eine engere und verlässliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Göttingen und den Bürgerenergiegesellschaften. Eine solche Kooperation kann dazu beitragen, Projekte schneller umzusetzen, lokale Potenziale besser zu nutzen und die Beteiligung der Stadtgesellschaft systematisch zu stärken.

Dabei ist uns wichtig, dass die Energiewende sozial ausgewogen gestaltet wird. Der notwendige Ausbau erneuerbarer Energien und die damit verbundenen Investitionen müssen so ausgestaltet werden, dass sie breite Teilhabe ermöglichen und nicht zu Lasten einzelner Bevölkerungsgruppen gehen. Gerade Bürgerenergie kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie Beteiligung und Wertschöpfung vor Ort verbindet.

Zugleich sehen wir die Notwendigkeit, die kommunalen Rahmenbedingungen insgesamt zu stärken. Dazu gehören ausreichende finanzielle Mittel, verlässliche regulatorische Voraussetzungen sowie der gezielte Aufbau von Fachkräften. Nur so kann die Umsetzung vor Ort in der notwendigen Geschwindigkeit erfolgen.

Wir unterstützen daher das Ziel, die Rolle von Bürgerenergie in Göttingen weiter auszubauen und entsprechende Kooperationsformen zwischen Stadt und lokalen Akteurinnen und Akteuren strukturell zu stärken.